Wernigeröder in Rat der EKD gewählt


Auf den Synodentagungen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sind mit Regionalbischöfin Dr. Friederike Spengler und Prof. Michael Domsgen zwei Vertreter aus der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) in Leitungsgremien gewählt worden.

Prof. Michael Domsgen aus Wernigerode ist am Dienstag in den Rat der EKD gewählt worden. Er ist Lehrstuhlinhaber für Evangelische Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Leiter der Forschungsstelle Religiöse Kommunikations- und Lernprozesse sowie Mitglied der Landessynode der EKM.
„Kirche muss sich darauf einstellen, nicht mehr im Selbstverständlichkeitsmodus agieren zu können. Daraus resultiert die Aufgabe, neu auf Gelegenheiten, Orte und Anlässe zu schauen, in denen sich die Kommunikation des Evangeliums als lebensbegleitend und -erneuernd erweisen kann“, so Domsgen in seiner Vorstellung zur Ratswahl. „Öffentlichkeitswirksam erweist sich Kirche nicht, indem sie zu allem etwas zu sagen versucht. Ihre Stimme wird vor allem da wichtig, wo es niemanden gibt, der das zur Sprache bringt.“

Dem Rat der EKD gehören 15 Mitglieder – Laien und Theologen – an. Davon werden 14 gemeinsam von Synode und Kirchenkonferenz gewählt. Der Rat ist das sichtbarste ihrer Leitungsgremien. Was der Rat sagt, wird als öffentliche Stimme der evangelischen Kirche wahrgenommen.

Im Glückwunschschreiben von Superintendent Jürgen Schilling an Prof. Domsgen heißt es:
„Ich freue mich, dass mit Ihnen ein wunderbar kritischer, mutiger, wohlwollend offener Geist die Arbeit im Rat begleitet. Gottes reicher Segen möge Ihnen Grund und Rahmen dafür sein!“

(Quellen: Pressemitteilung der EKM, www.ekmd.de; Meldung des Kirchenkreises Halberstadt, www.kirchenkreis-halberstadt.de)