ehem. Liebfrauenkirche

Die ehem. Liebfrauenkirche befindet sich seit 2018 im Eigentum der Kulturstiftung Wernigerode und wurde am 3. Februar 2019 feierlich entwidmet.
Seit Juni 2019 wird sie zu einem Konzertsaal umgebaut. Die Kirchengemeinde ist weiterhin Eigentümerin der wertvollen Sauer-Orgel in der Liebfrauenkirche. Diese soll im Rahmen des Umbaus der Kirche ebenfalls saniert werden.

Website Konzerthaus Liebfrauen Wernigerode

Website Spendenaktion Sauer-Orgel


Bilder: mit freundlicher Genehmigung des Kunstverlages Peda

Geschichte der Liebfrauenkirche

Die Liebfrauenkirche, an der von Nordhausen kommenden Harzstraße – einer wichtigen Handelsstraße – gelegen, wurde erstmals 1230 erwähnt. Mit der Gründung des Chorherrenstiftes an der Sylvestrikirche ging der Rang der Stadtkirche an die inmitten des Wohnbezirks der Handwerker und Bauleute befindlichen Liebfrauenkirche über.
1751 wurde sie bei einem großen Stadtbrand ein Raub der Flammen. Von 1756 bis 1762 erfolgte der Wiederaufbau unter der Bauleitung von Dietrich Benjamin Nicolai als rechteckige Saalkirche im Barockstil. Die Holzdecke bildet eine als „hölzerner Himmel“  gestaltete  Brettertonne. Die Festseite mit der Orgel und dem Haupteingang befindet sich im Westen, der hölzerne Kanzelaltar steht an der Südseite. Ihm gegenüber befindet sich auf der Nordseite ein großes hölzernes Kruzifix. Der Turm wurde 1841 fertig gestellt und trägt vier kleine Spitzhelme.

Die Innenausstattung der Kirche war ganz in Holz gehalten mit umlaufenden Logen. Das Gestühl war in Längs- und Querreihen um den Kanzelaltar angeordnet. Im Zentrum stand ein gotischer Taufstein. Die Orgel wurde 1765 gebaut, der Orgelprospekt (Gehäuse) 1783. 1883 baute die Orgelbaufirma Sauer aus Frankfurt ein neues Instrument mit romantischen Klang.

Bilder (4): Mit freundlicher Genehmigung des Kunstverlags Peda, www.kunstverlag-peda.de